Im März bekamen wir von unseren Kollegin von Border Crossing Spielfelddie Info, dass unsere Hilfe benötigt wird. Eine neu angekommene Familie die auf die Grundversorgung wartet braucht dringend Lebensmittel. Unsere Kollegin schrieb damals „… sie haben buchstäblich nichts.“ Um unserer menschlichen Verantwortung nachzugehen packten wir die gespendeten Sachspenden von euch und brauchten sie zur Familie die in einem Heim mit weiteren Familien untergebracht waren.
Mit großer Dankbarkeit empfingen sie uns. Der Vater erzählte uns besorgt, dass es seiner Tochter sehr schlecht ginge. Sie weicht ihm nicht von der Seite, hat Angst, wenn sie zeichnet, dann nur das was sie mit ihren Augen in Homs sah. Waffen, Blut, abgeschlachtete Menschen. Er bat uns für seine Tochter eine psychologische Betreuung zu finden.

Wochen später: Sie besuchte die Schule wie ihre Geschwister wurde endlich intensiv psychologisch betreut und lernte schon fleißig die deutsche Sprache.
Monate später: Rückschiebebescheid. Der Vater erleidet einen Nervenzusammenbruch vor der Therapeutin der Tochter und muss im Krankenhaus behandelt werden.

EINEN TAG bevor die Frist ausläuft nach Slowenien zurückgeschoben zu werden kommt die Polizei, während der Vater noch immer im Krankenhaus in Behandlung ist. Nichts desto trotz, wird der Vater aus dem Krankenhaus geholt und abgeführt, sowie die Mutter mit den Kindern aus dem Quariter. Dies alles passiert in der Menschenrechtshauptstadt Graz – aber das kümmert ja die Behörden nicht.
Heute: Wir lesen den Bericht über den jetzigen Zustand der Familie und sind zutiefst schockiert und sprachlos. – Den Bericht hier lesen. 

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