Eine Rückschau von Medina Cataković

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Heute waren wir an der österreichisch/slowenischen Grenze in Spielfeld, um Kleidung und Nahrungsmittel auszuteilen. Als wir ankamen hieß es,  alle Flüchtlinge seien  gut versorgt, wir könnten zwar schauen, was wir tun können, aber eigentlich sei keine Hilfe  notwendig. Wir machten die Runde und überzeugten uns vom Gegenteil. Kinder, Frauen und Männer hatten keine Schuhe,  nur wenige Zelte waren mit Feldbetten und Decken ausgestattet, fast alle standen leer, viele hatten nicht einmal eine einzelne Decke  im Zelt,  um darauf zu sitzen.  Sie mussten am kalten Betonboden sitzen! Ich ging zum roten Kreuz und fragte, warum bei ihnen ein Decken bereit stehen aber Leute am kalten Beton sitzen, die  Antwort lautete: „Wir dürfen die erst in der Nacht austeilen“
Zum Glück hatten wir Decken dabei.

Die Zelte sollen nur für eine kurze Pause dienen – um sich auszuruhen, bis die Busse kommen. Zwei Stunden sollte es maximal dauern. Aber viele sitzen schon seit mehr als 7 Stunden hier und wissen nicht, wie es weitergehen soll, da es keine fixe Information gibt.

Jeder Erwachsene bekommt ein Stück Brot, eine Banane und Wasser. Jedes Kind bekommt zusätzlich ein Stück Pizza.  Die Menschen hatten Hunger, wir hatten Essen dabei.

Kleidung gab es vor Ort keine, ein ca. 6 Monate altes Baby war nur leicht bekleidet, unterkühlt, Füßchen eiskalt!! Wir hatten eine passende Jacke und fanden dann auch Socken.

Ein anderes Mädchen hat leider in die Hose uriniert, Eltern hatten nichts zum Umziehen – UND WIR LEIDER AUCH NICHT.

Ein Team von RTL war dort und wollte gezielt negatives Berichten, von mir persönlich bekamen sie ein Verbot aufzunehmen, wobei mich das Rote Kreuz auch unterstütze.

Im Ungewissen, wie und wann es weiter geht mussten wir weiter ziehen…

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